#83 Fatigue! Helfen Apps auf Rezept? mit Dr. Simon Spahrkäs

Shownotes

In dieser Folge schließen wir unsere Fatigue-Reihe ab und werfen einen Blick auf digitale Unterstützungsmöglichkeiten.

Gemeinsam mit Dr. Simon Spahrkäs sprechen wir über Apps auf Rezept (DiGAs), die wissenschaftliche Studienlage und die Frage, für wen digitale Therapien bei krebsbedingter Fatigue sinnvoll sein können.

Welche Chancen bieten digitale Anwendungen? Wo liegen ihre Grenzen? Und woran erkennt man, ob eine Gesundheits-App wirklich evidenzbasiert ist?

https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis

Eine Folge für alle, die ihre Fatigue besser verstehen und zusätzliche Möglichkeiten kennenlernen möchten.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Krebs.

00:00:03: Was Nun.

00:00:04: Bei mir zur Gast ist heute Dr.

00:00:05: Simon Sparkes, hallo Simon!

00:00:08: Hallo Nils, danke dir für die Einladung.

00:00:10: Gerne gerne, wir haben ja schon mal telefoniert und uns dann auch bei Jesko gesehen.

00:00:14: also nicht wundern ich spreche Simon jetzt nur noch mit Simon an.

00:00:19: Ja schön dass du da bist

00:00:21: Ja, ich freue mich auch total.

00:00:22: Wir haben ja schon im Vorgespräch ein bisschen gesprochen am Telefon aber eben noch mal wie wichtig diese Folge sein könnte das es natürlich noch viele Baustellen gibt dass wir irgendwie weiterkommen könnten.

00:00:34: Aber wie gesagt dürfen die Zuhörerinnen sich jetzt anhören in den nächsten Minuten.

00:00:41: Simon damit man dich besser vor Augen hat kannst du dich nochmal kurz vorstellen?

00:00:46: Ja, ich komme eigentlich aus dem Hintergrund Psychologie.

00:00:49: Ich habe damals meinen Bachelor und mein Master in den Niederlanden gemacht... ...und dann master medizinische Wissenschaft also ein bisschen Body & Mind beide mitgenommen.

00:00:57: Und bin dann auch tatsächlich in den niederlangen geblieben.

00:01:00: Hab damals dann promoviert im Kroningen am Medizinischen Krankenhaus.

00:01:05: Und zwar über die Anti-App.

00:01:07: Dazu kommen wir gleich nochmal.

00:01:09: das ist nämlich eine App für Krebspatienten die unterstützen soll bei Fatigue.

00:01:13: Und ich war sowas wie der unabhängige ... Evaluator sozusagen.

00:01:17: Ich musste dann nachschauen, okay ist das was wirklich funktioniert?

00:01:20: Kommt das wirklich an?

00:01:21: Ist das wirklich hilfreich und genau... ...und wir haben damals eine erste internationale Studie zu dem Thema

00:01:27: gemacht.".

00:01:28: Ja da kommen wir vielleicht auch gleich mal so rein ins Thema.

00:01:31: Das ist jetzt ja der dritte Part zur Fatigue-Serie.

00:01:34: Wir haben ja einmal Was ist Fatigue?

00:01:37: Dann haben wir ein bisschen Hausmittelchen, sag ich mal.

00:01:41: Also einfache Dinge die man so am Mann hat oder an der Frau damit man sofort was machen kann mit seinem Zeitmanagement oder mit dem Energie-Management sage ich mal und jetzt haben wir in der dritten Folge über Fatigue ein bisschen technische Hilfsmittel.

00:01:56: also jetzt geht es ein bisschen weiter hinaus über das was ich einfach so ohne Mobiltelefon zur Hand habe.

00:02:03: Jetzt geht's ein bisschen Richtung DIGA.

00:02:04: und da vielleicht nochmal kurz Simon Kannst du mal eben kurz erklären für die Zuhörerin, was ist der Unterschied zwischen einer DIGA?

00:02:13: und ich sage mal eine normale Tracking-App oder eine App in der man so ein bisschen Musik hört oder Einschlafbegleitung hat.

00:02:24: Was ist der unterschied zwischen einer Diga und einer normalen App?

00:02:27: Genau also zum einen gibt es halt Wellness Apps.

00:02:29: das sind so Apps, die findet man zuhause im App Store.

00:02:33: Ich weiß nicht, es gibt irgendwie mehr als ... dreißigtausend verschiedene Wellness-Apps, die man da finden kann.

00:02:38: Zum Beispiel zur Einschlaffilfe oder zur Entspannung... ... auch mit Meditationsübungen usw.

00:02:43: Und dann gibt es halt Digas.

00:02:45: und das ist aus der Idee herausgeboren, ... ... ich glaube fünf Jahre schon ist es her,... ... dass eine App wenn sie auch effektiv ist also wirklich ein wissenschaftlichen Nachweis erbringt,... ... nehmt ihr zum Beispiel Lebensqualität verbessert oder Symptome reduziert,... ...dass Sie dann auf Rezept verschrieben werden können.

00:03:03: Ein digitales Therapieprogramm, was man quasi in der Hosentasche hat.

00:03:06: Und dann ... ... für den Verschreibungszeitraum von zwölf Wochen.

00:03:12: Also halt wie ein digitales Medikament sozusagen.

00:03:16: Digitales Medrikament oder App auf Rezept, das hört man ja auch immer so ein bisschen... Das heißt ja nicht dass die Einschlafhilfen, die im App Store, sag ich mal so verfügbar sind, nicht helfen sondern Es ist praktisch wie eine Studie.

00:03:29: Also das Evidenz basiert muss man nachweisen, dass diese App wirkt und dann kriegt man sie auch per App verschrieben bzw der Hersteller kriegt die Zulassung, dass es eine DIGA ist.

00:03:41: oder wie funktioniert das?

00:03:42: Ganz genau!

00:03:43: Es gibt da eigentlich einen langen Katalog an Anforderungen.

00:03:46: also es ist echt ein steiniger komplexer Weg.

00:03:49: aber dafür wenn man die ganzen Anforderung erreicht hat kann man quasi über Nacht allen Patienten in Deutschland für diese Gruppe die Intervention zur Verfügung stellen und zwar kostenlos.

00:04:00: Also man hat dann wirklich diese Kassenzulassung, kein Patient, keinen Arzt keine Ärztin muss dann dafür zahlen.

00:04:07: das ist halt ja das Besondere zu diesen Anforderungen gehört halt einmal.

00:04:10: es muss natürlich sicher sein also dürfen da keine Nebenwirkung auftreten.

00:04:14: deswegen braucht man auch diese Studien und es muss aber auch wirksam sein.

00:04:17: also es muss bei vielen Patienten eine Besserung der Symptomatik hervorrufen.

00:04:24: Daneben gibt es aber noch ganz andere Anforderungen, wie zum Beispiel man muss sich irgendwie versuchen hacken zu lassen.

00:04:28: Das ist dann so ein pentest und der Versuchung einen hacker drauf zuzugreifen da muss man das dann quasi zeigen dass man das abwährt dass quasi alle Patienten datensicher sind.

00:04:39: Datenschutz Zertifikate bis zu achtzig tausend Euro kostet eins also tatsächlich höhere Anforderung als jetzt bei der Banking.

00:04:45: man glaubt das eigentlich gar nicht genau verrückt.

00:04:48: ich finde an den diegerns gut dass sie tatsächlich kostenfrei sind weil viele krebt sich es ja auch unter finanzieller Last irgendwie stehen.

00:04:57: Also man kann nicht mehr arbeiten und hat dann vertickt zum Beispiel oder andere Nebenwirkungen, und dann kommt immer noch Zuzahlung und sowas auf einen zu, das ist dann immer kontraproduktiv.

00:05:08: Deswegen ist es gut dass das noch kombiniert ist mit der Studienzulassung also das auch wirklich dann evidenzbasiert funktioniert.

00:05:17: was man da verschrieben kriegt, das sehr bei Medikamenten genauso.

00:05:21: Simon, du hast selbst zur Fatigue geforscht.

00:05:24: Wie gut ist die Evidenz heute?

00:05:25: Also für welche Patienten können diese digitalen Therapien über einen Unterschied machen?

00:05:31: Ja also wir haben das genau untersucht in drei verschiedenen Studien insgesamt mehr als ein taunend zweihundert vierzehn Betroffenen.

00:05:39: Die erste haben wir mit verschiedenen Krebsgruppen gemacht und da haben wir keine unterschiedliche gesehen zwischen den einzelnen Gruppen.

00:05:45: Das heißt, es hat vor allem gut funktioniert bei der zweiten auch und die letzte haben wir nur im Bereich Brustkrebs gemacht.

00:05:50: das war so eine Anforderung vom BFAM und daher haben wir dann am Ende auch die Zulassung für die Brust Krebs Patientinnen und Patienten bekommen.

00:05:58: aber insgesamt sehen wir dass es da keine wesentlichen Unterschiede zwischen den einzigen Tumorentitäten gab

00:06:04: d.h.,

00:06:05: wie die psychologischen Methoden wirken die von der App vermittelt werden.

00:06:08: Das macht keinen Unterschied.

00:06:09: also um deine Frage vielleicht besser zu beantworten Wir haben gesehen innerhalb Zwei Wochen haben achtzig Prozent der Betroffenen nicht nur eine signifikante, sondern wirklich eine klinische wirksame Fertigreduktion erfahren.

00:06:21: Das ist schon mal gut.

00:06:22: also gut zu hören dass es das funktioniert.

00:06:24: nach zwölf Wochen schon das ist ja auch gar nicht so lang.

00:06:26: die Zeit da schon greift für mich jetzt natürlich als Logenkrebsler denke ich jetzt Mist!

00:06:32: Ich wollte gerade zum Hausarzt rennen und mir das ganze verschreiben lassen Aber nur für Boskrebspatienten.

00:06:39: Das heißt, ich müsste mir verschreiben lassen und vielleicht einen Antrag bei der Krankenkasse machen.

00:06:43: oder wie kann ich da vorgehen dass ich jetzt egal ob ich jetzt Nierenkrebs, Lungenkrebs Blasenkrebs aus habe das ich dann auch bekomme.

00:06:51: gibt es eine Möglichkeit?

00:06:52: also wir arbeiten natürlich als Hersteller daran das zu erweitern.

00:06:55: das wird aber leider nicht schnell gehen.

00:06:56: von daher ist das was wir so ab und zu hören dass es auch oftmals Off Label Verschreibung gibt.

00:07:01: das heißt dann kann das ausgestellt werden auch wenn ... wenn es eine andere Indikation ist.

00:07:06: Aber da, das ist dann leider so ein Graubreich... Also das liegt dann in der Entscheidung des Arztes oder der Ärztin und der Krankenkasse,... ... aber das geht auch oftmals durch

00:07:14: genau.

00:07:14: Ja also versuchen!

00:07:16: Auf jeden Fall!

00:07:17: Ja sehr gut ja, das hört sich doch gut an.

00:07:19: Das ist ja auch wenn du sagst auf jeden Fall... Und ihr habt auch schon welche gehabt bei denen das geklappt hat?

00:07:26: Dann ist man da sicher auch ein bisschen sicherer als wenn man jetzt hört ne das klappt nie.

00:07:30: Na ja dann rennt wahrscheinlich auch keiner mehr los.

00:07:31: aber ich würde mal versuchen Vielleicht klappt es ja bei mir.

00:07:36: Hast du denn auch irgendwelche Kandidaten dabei?

00:07:39: Es ist ja immer in der Studie so, dass es beim Eichen nicht funktioniert.

00:07:42: Kannst Du das schon eingrenzen, daß es Personengruppen gab oder vielleicht auch Krankheitsbilder, bei denen das nicht funktioniert hat, dass die über eine DIGA eine Reduktion der Fatigue erlangt haben?

00:07:55: Also tatsächlich haben wir extrem robuste Ergebnisse gesehen und im Grunde genommen ist es eigentlich gar nicht so erstaunlich wenn man überlegt, Psycho-Onkologen, die machen ja jetzt auch nicht nur irgendwie Darmkrebs oder Eierstockkrebs.

00:08:07: Sondern sie sind ja eigentlich für alle Krebspatienten da.

00:08:10: Deswegen auch zum Beispiel... Ich habe mir ja die beiden Folgen mit Sabrina angehört also fand ich richtig stark und die ganzen Tipps, die sowieso mitgegeben hat zB über Energiemanagement und Pacing was wir da so alles gehört haben das ist ja auch nichts was jetzt nur für einen Tumor Typ funktioniert sondern es ist ja eigentlich auch für alle.

00:08:26: von daher haben wir da wirklich sehr robuste Ergebnisse gesehen, selbst wenn man zum Beispiel eine Chemotherapie hatte oder zum Beispiel nicht.

00:08:34: Oder wenn man die Langzeit-Hormonelle-Therapie hat und da sind ja auch viele extrem mit Fatigue betroffen das funktioniert eigentlich für beide ähnlich gut, dass beide daraus einen Nutzen ziehen können.

00:08:45: Es ersetzt nicht die menschliche Komponent.

00:08:48: oder denkst du das irgendwann solche digitalen Helfer wie menschlichen Komponenten ersetzen werden.

00:08:52: Nein, dass er setzt sich natürlich nicht und ich glaube das war auch nie unser Gedanke sondern wir haben einfach nur gesehen dass es eine absolute Versorgungslücke gibt... ...und dass wir da gerne was mitgeben wollen und ich finde deswegen ist es auch zum Beispiel nicht entweder oder also Fatih Coach oder Psycho-Oncologin.. ..oder eine App ... passt eigentlich perfekt zusammen, dass man das eine kann man halt zum Beispiel auch um drei Uhr nachts.

00:09:14: Wenn man jetzt gerade der Kopf einem raucht und man irgendwie grübelt wie was soll am nächsten Morgen alles passieren?

00:09:21: oder wie geht es weiter?

00:09:23: Dann kann man darauf dann direkt zugreifen... ...oder auch perfekt zwischen den Sitzungen verwenden.

00:09:27: also das ist ja wirklich der Vorteil, dass es so niedrigschwellig ist,... ...dass man einfach von zu Hause aus, auch wenn man auf dem Sofa ist und gerade platt ist,... ....das man dann auch draufzugreifen kann.

00:09:38: Man bastelt so praktisch seinen Werkzeugkoffer zusammen und das ist einfach nur ein, jetzt wieder Englisch, Redition.

00:09:44: Das ist irgendwie nur so ein zusätzliches Werkzeug ne?

00:09:47: Also es ist einfach ein Werkzeug mehr im Werkzeugkasten.

00:09:51: Kannst du... Du bist ja mal bisschen befangen.

00:09:55: Du bist tatsächlich für diese App jetzt zuständig Und du weißt ja mein Podcast ist werbefrei.

00:10:00: Ich will gar nicht so viel Werbung machen oder da irgendwelche Produktnamen sagen Aber mich würde schon jetzt interessieren und das vielleicht kannst du es ja anhand deiner App machen.

00:10:11: Wie sieht denn sowas aus?

00:10:12: Wie muss ich mir das vorstellen, wenn die... Da kommt jetzt ein Stapelschirm, da steht der Name.

00:10:16: Wie ist so eine App aufgebaut?

00:10:18: also ich habe sie noch nicht gesehen weil ich sie natürlich noch nicht verschrieben hab und hab ein paar Screenshots schon gesehen.

00:10:24: klar aber kannst du vielleicht mal so so bisschen aus dem täglichen Leben mit dieser App erzählen, wenn man sich sie runtergeladen

00:10:31: hat?

00:10:32: Ja, also ich glaube das was du eben gesagt hast Nils.

00:10:33: Das trifft es eigentlich komplett auf dem Punkt ist wie eine Art Werkzeugkasten den man halt dann für zwölf Wochen mal hat.

00:10:40: Man kann danach auch ne weitere Verschreibung beantragen.

00:10:43: und was ist jetzt in dem Werkzeug Kassen drin?

00:10:45: Also da sind die ganzen Werkzeuge wo wir merken dass die Patienten wirklich helfen können.

00:10:51: und das haben wir uns nicht nur einfach so herbei überlegt sondern wir haben geschaut was sind so die Leitlinien?

00:10:56: also was wird dem Traffenden empfohlen?

00:11:00: und haben gemerkt, dass die eigentlich sehr selten so was in den Leitlinien empfohlen wird wirklich ankommt.

00:11:05: Jetzt vielleicht mal eine Frage an dich.

00:11:07: also in der letzten Jahr hatten wir zweihundert Brustkrebspatienten.

00:11:10: alle waren moderat bis schwer erschöpft.

00:11:12: wie viel Prozent von denen würdest du denken hatten jemals Psycho-Onkologische Unterstützung für ihre Fatigue erhalten?

00:11:19: Ja da arbeite ich glaube immer in den Schätzung mit achtzig zwanzig.

00:11:23: deswegen würde ich sagen defensiv unter zwanziger prozent.

00:11:28: Ja, es waren fünf Prozent gewesen tatsächlich.

00:11:31: Fünf Prozent haben also Unterstützung bei ihrer Fatigue bekommen?

00:11:35: Jemals.

00:11:36: Ja ist nicht viel.

00:11:38: Nein und das ist glaube ich auch so dass das unsere Motivation oder unser Ansporn und dass wir dann schauen okay wie können wir das was wirklich hilft den Betroffenen mitgeben sodass sie auch wirklich erreicht?

00:11:48: und es ist also wie du eben gesagt hast kann nicht die menschliche Komponent ersetzen aber das ist auch gar nicht der Ansporn.

00:11:55: Aber wenn man dann zum Beispiel so erschöpft ist und platt auf dem Sofa liegt, dann hat man vielleicht auch gar nicht die Kraft oder die Zeit.

00:12:00: Man ist vielleicht im ländlichen Raum.

00:12:02: Man hat noch den Alltag irgendwie zum Psycho-Onkologen zur Ernährungsberatung zum Physiotherapeutin zu gehen.

00:12:08: Und deswegen halt da nicht in so ein Loch zu fallen sondern schon mal einen digitalen Freund oder digitalen Helfer dabei zu haben.

00:12:15: ich glaube das ist so das entscheidende genau.

00:12:19: diesen Freund mehr beschreiben.

00:12:20: Also kannst du uns jetzt mal irgendwie bildlich sagen, was taucht da auf auf den Bildschirm?

00:12:24: Da muss ich dich leider noch weiter bohren Simon.

00:12:29: Was tauchte auf?

00:12:30: also wie kann ich mir vorstellen?

00:12:32: Was für Werkzeuge tauchen auf?

00:12:34: Genau das sind dann zum Teil auch Werkzeige die wir schon aus den letzten beiden Folgen kennen.

00:12:38: Also einmal ASA und OS.

00:12:40: Bewegung haben wir ja schon gehört.

00:12:42: also wichtig Kraft wieder aufzubauen Aber auch die Bewegung oder Kraft besser einzutalen.

00:12:48: Also Fitness zurückzuerlangen, sehr viele Betroffene haben Muskelschwund, viele müssen langsam wieder hingeleitet werden und da geht es dann nicht darum an Marathon zu laufen sondern sind wirklich so die kleinen Sachen.

00:13:00: also Zähne putzen kann sich schon anfühlen wie ein Kadeo Das ist ja auch bisschen unterschiedlich.

00:13:07: Und dass man da wieder Kraft zurückerlangt das ist zum Beispiel mit Videos Die sind dann mit einer Onko Physiotherapeutin aufgenommen Und das ist dann Schritt für Schritt, also so dass man da nicht in wieder ein Loch fällt weil man sich verausgabt.

00:13:19: Das ist so ein wichtiges Modul oder ein wichtigest Baustein.

00:13:22: Dann haben wir Entspannungsübungen und das ist auch ganz entscheidend.

00:13:25: die werden auch sehr aufgenutzt.

00:13:27: zur Stressreduktion wird quasi unser Hottisol Stresshormon runtergefahren durch zum Beispiel Atemübung Durch Body Scans nach Jacobsen durch autogenes Training durch verschiedene Meditationstechniken Genau, weil wenn man die ganze Zeit auf Hochtouren läuft wie so ein Handy was warm ist oder mit dem Computer der dann hört uns schon.

00:13:51: Man muss einfach auch mal eine Ruheinsel haben dass man runterfahren kann und da sind solche Übungen wirklich Gold wert.

00:13:58: Bewegung

00:13:59: und sowas das kann ich denn auch abhaken dass ich es getan habe also sieht man auch so ein bisschen so einen Leistungsmuster.

00:14:05: ob ich mich dann irgendwie verbessere Durchschnittsbewegung oder was wird da aufgezeichnet, vielleicht auch mir jetzt zurückgespiegelt.

00:14:13: Genau also bei den Bewegungsübungen ist es wirklich... Das ist jetzt aus dem englischen non-size fits all.

00:14:20: Also jeder muss wirklich schauen was für ihn oder sie selber machbar ist.

00:14:24: Was wir haben das ist so ein Programm dass jeden tag eine neue Übung hinzukommt und dann dass es eigentlich gut auf dem eigenen Stand so ein bisschen abholt.

00:14:32: Die Übungen sind relativ simpel, also zum Beispiel in der Flasche Wasser mit einem Stuhl... Also man kann's wirklich einfach von zu Hause aus machen und dadurch das dann jeden Tag was Neues hinzukommt ist es wirklich Schritt für Schritt, ...dass man nicht überwältigt wird.

00:14:45: aber wir haben jetzt keinen Bewegungstracker noch dabei weil da sind auch Sachen die können einen dann auch zum Beispiel belasten, dass man dann denkt ach jetzt habe ich aber nicht genügend Schritte gemacht.

00:14:55: Wir wollen ja nicht, dass es überreizt wird ... sondern wir wollen, dass man selber besser ... ... bessere Einsicht bekommt.

00:15:01: Was gibt einem Energie?

00:15:02: Wie kann man besser umgehen?

00:15:04: Ich glaube das ist ganz wichtig und deswegen haben wir nämlich...

00:15:07: Du siehst ja, ich melde mich schon fast wie in der Schule!

00:15:11: Das wird der Meditation fand ich auch gut.

00:15:13: Also das fand ich schon ganz gut.

00:15:15: Ich fahre viel Zug und dann sucht man so manchmal bei YouTube oder so ein bisschen rum und macht hier aber da ist es immer irgendwie... Manchmal Werbung dazwischen oder kein anderes.

00:15:27: Aber das hört sich schon ganz gut an, dass man da so ein Werkzeugkasten hat wo man mehrere Optionen hat.

00:15:32: Du wolltest noch mal etwas anderes sagen Simon?

00:15:34: Genau.

00:15:36: also wir haben noch eine ganze Reihe von weiteren Bausteinen.

00:15:39: zum Beispiel Wir haben einen Baustand erst Themen Hört sich jetzt erstmal unspektakulär an aber da ist eigentlich so weil die Fatigue kommt selten alleine.

00:15:46: Wir sagen, das ist jetzt auch wieder so ein sperriger Begriff.

00:15:48: Wir nennen das Symptom-Netzwerk.

00:15:50: Was heißt das?

00:15:51: Das heißt oftmals die Fatigue wird durch den Krebs und die Behandlung natürlich am Laufen gehalten.

00:15:57: Aber oftmals sind da noch ganz viele andere Faktoren, die damit reinspielen oder die die Fatique aufrechterhalten wie zum Beispiel Schlaf, Ängste, Sorgen, Grenzen setzen.

00:16:07: z.B.,

00:16:07: wenn man die fatgt wenn man durch die Fatigue so belastet ist, muss man schauen wie kann man irgendwie den Alltag anders gestalten?

00:16:13: Muss man auch lernen wie man die ganzen setzt.

00:16:16: Dann grübeln zum Beispiel Ernährung und das sind alles für Themen, die sind doch sehr stark mit der Fatigue verbunden und deswegen geben wir denen dann auch einen Raum in diesem Thema im Themenbereich und da sind dann viele Übungen dabei, die kommen dann aus der kognitiven Verhaltertherapie oder Achtsamkeits- und Committmentherapie Und da kann man dann wirklich schauen, im eigenen Tempo auch wieder.

00:16:41: Welche Themen gerade vor allem am relevantesten sind und mit denen dann im eigenem Tempo, im eigenen Ermessen durchgehen?

00:16:47: Wenn man zum Beispiel zu erschöpft ist dafür, kann man sich die Texte auch vorlesen lassen... ...und zwischendurch sind auch wieder Animationen dabei.

00:16:53: also es ist wirklich angenehm!

00:16:55: gestaltet, dass man jetzt auch nicht dadurch zu erschöpft ist.

00:16:58: Ja das mit dem Vorlesen lassen?

00:16:59: Ist gut!

00:17:00: Also das glaubt man ja manchmal gar nicht als Nichtkrebsi oder wenn man einen Fatig nicht kennt, dass selbst Lesen anstrengend sein kann in manchen Situationen.

00:17:09: und Vorlese...ja das ist schon eine gute Sache.

00:17:13: Zwölf Wochen sagst du hat man Zeit gibt es da eine Begrenzung?

00:17:16: oder kann ich mir das alle zwölf wochen wieder verschreiben lassen?

00:17:19: Tatsächlich kann man sich das Ja, wie bei einem Medikament auch nach zwölf Wochen wieder verschreiben lassen.

00:17:24: Jetzt ist aber zum Beispiel auch was wir sehen das schon nach vier Wochen.

00:17:28: Schon eine Ordentlich-Fatihkreduktion auftritt und zwar dass es weil man die ganzen Strategien, die man so mitbekommt oder das Wissen, was man erlangt, weil man das dann im echten Leben anwenden kann.

00:17:37: Und ein Modell, mit dem wir viel in der App arbeiten, das ist die Energiewase.

00:17:43: Da kann man genau zeigen, was gibt eigentlich Energie?

00:17:46: Kann so die Energie bringer oder Energiekraftwellen, Quellen quasi dann aufzeichnen und benennen.

00:17:51: Das ist was wir jede Woche machen.

00:17:53: Und dann zum Beispiel auch was geht aus der Basis eigentlich raus?

00:17:55: Was sind so meine Energiefresser?

00:17:57: Das sind die ganzen Faktoren, die rausgehen.

00:18:00: Auf der wissenschaftlichen Seite, wir können uns das dann quasi einmal zusammen anschauen.

00:18:05: Dann sind es hauptsächlich Sachen wie nörgelnde Menschen oder zum Beispiel Schmerzen- oder Schlafprobleme.

00:18:10: Das sind so eigentlich die Toppunkte.

00:18:13: Aber das kann natürlich individuell unterschiedlich sein, was für die Kraftquellen sind.

00:18:17: Was sind die Energiefresser?

00:18:19: Auf der Kraftquellenseite haben wir viel gesehen in die Natur.

00:18:23: Das ist eigentlich auch immer Bewegung.

00:18:25: Das sind so Sachen, die eine schöne Zeit mit der Familie, die auch Kraftquällen sein können.

00:18:31: Aber das ist wieder individuell unterschließlich.

00:18:34: aber viele wissen gar nicht genau, was gibt einem

00:18:37: eigentlich Kraft?

00:18:39: und da hilft dieses Modell mit der Energiewase ganz gut.

00:18:41: weiter ... zu schauen, wo ist eigentlich mein Energielek zum Beispiel.

00:18:47: Was kann ich dann daraus in meinem Alltag anwenden oder verändern?

00:18:51: Ja das kann ich mir vorstellen.

00:18:52: Sabrina hat mich das ja auch in den letzten Folgen gefragt.

00:18:54: was so deine Kraftquelle ist... Das erstmal schwer zu benennen.

00:18:58: Also Natur und gute Freunde.

00:19:01: Das hätte ich auch sofort unterschreiben können.

00:19:04: Und bei mir ist auch so Meeren und nörgelnde oder negativ saugende Menschen Drama.

00:19:10: Das ist natürlich das, was du nicht brauchst im Leben.

00:19:13: Was ich glaube jedem so gehen würde, Simon?

00:19:15: Oder das geht dir als Nicht-Kranker da auch so, oder?

00:19:17: Absolut!

00:19:20: Es ist manchmal nicht nur was entzieht am Energie sondern wer.

00:19:27: Da muss man dann ehrlich mit sich sein.

00:19:28: Das ist gar nicht so leicht, aber deswegen wenn man das dann jede Woche einmal ausfüllt also dass dauert auch diese Energiephase dauert dann vielleicht zwei Minuten oder so Dann kann man wirklich sehen im Laufe der Zeit wie sich das verändert und was das zusammenhängen könnte.

00:19:43: Und das sagt mir die App?

00:19:44: Oder werde ich noch angerufen oder irgendwas?

00:19:46: Wie geht es vonstatten?

00:19:47: oder die Auswertung nur über die App?

00:19:50: Nee, das kommt tatsächlich über die Anti-App.

00:19:54: Was wir allerdings noch haben und das ist was, was komplett übergreifend ist.

00:19:58: Also eine Forscherin die heißt Anemar Geflaming Die hat sich mal alle Fatikerkrankungen angeschaut also Erkrankung wo fatigten Problemen ist wie zum Beispiel also neben der Krebs Das ist natürlich auch zb MS oder jetzt im Neuern dann auch post-covid Und hat gesehen dass ein Biomarker also das Interleukin-Sex das hängt sehr mit dem Immunsystem zusammen Der war bei allen Fatigerkranken enorm erhöht.

00:20:24: Dann hat sie eine Methode entwickelt, die quasi dieses Interleukin-Sex heruntergefahren hat.

00:20:30: Und das ist dann auch wieder ein Baustein den wir anwenden und der bei vielen Betroffenen extrem gut ankommt.

00:20:36: Wir haben diese Methode genannt Reserven aufbauen weil wir merken dass viele Betroffene Das ist dann wie so ein Handy, was man vielleicht fünf Jahre schon gekauft hat.

00:20:47: Der Akku ist nicht mehr voll am nächsten Tag wenn mal aufwacht und der es dann vielleicht nur noch bei zwanzig oder dreißig Prozent ist dann ganz schnell leer selbst wenn man über die Nacht geschlafen hat.

00:20:56: Und deswegen haben wir diese diese Methode Reservenaufbau entwickelt.

00:21:00: und das ist auch noch etwas was sehr gut ankommt.

00:21:04: Was aber auch ein bisschen widersprüchlich zunächst am Anfang scheint Weil die Methode ist denkbar einfach So einfach dass man denkt Wie kann das denn sein?

00:21:12: Und zwar, dass man sich ausruht selbst wenn man nicht erschöpft ist.

00:21:17: Also normalerweise würde man sicher hinlegen und man jetzt denkt okay ich kann nicht mehr ich bin jetzt gerade in den Loch gefallen ich habe keine Energie mehr... ...und hier ist es aber so bei dieser Reserveaufbau-Methode das man sich hinlegt auch wenn es am Karte gut geht aber halt in festen Zeitintervallen.

00:21:33: die sind dann vorbestimmt Und dann auch nur zwanzig Minuten maximal, fünfzehn bis zwanzi Minuten.

00:21:37: Schlafmaske rauf, kein Handy einfach einmal in die Horizontale und so dass der Körper das dann verlernt weil wenn man extrem erschöpft ist und sich hinlegt Dann wird es ja belohnen, ne?

00:21:48: Dann hat man ein bisschen Entspannung Man kann sich ausruhen und hier kann man das dann wieder voneinander entkoppeln und das funktioniert richtig gut.

00:21:56: Ja,

00:21:56: witzig Simon!

00:21:57: Also für mich schließt ich grad so'n Kreis Das ist ja...das hat was mit dem Immunsystem zu tun Il-Sex Und ich bekomme ein Spree, was ihr sechs runterdrückt.

00:22:07: Also da werde ich die Folge sicherlich meinen Onkologen zu hören geben weil ja irgendwie wir haben das schon vom Jahr drüber, die ist diskutiert um das bei mir ein bisschen runterzuhalten aber dass es mit Fatigue zu tun hat.

00:22:20: Das habe ich jetzt zum ersten Mal gehört.

00:22:22: also man ist irgendwie witzig.

00:22:24: Man kommt durch den Podcast und Gesprächen mit Experten immer so weiter in auch so kleinen Stufen, weiß ich was?

00:22:30: Ich meine man hört dann hier und da und irgendwo schließt sich denn irgendwo mein Kreis.

00:22:35: Und ihr sechs Jahre habe ich auch schon lange in Beobachtung auch in meinen Blutwerten.

00:22:40: Ja genau das ist halt etwas was oftmals übersehen wird aber dass es tatsächlich so ein bisschen der gemeinsamen Nenner zu allen Fatigue Erkrankungen das da oftmals ihr sechs deutlich erhöht ist und vor allem dass man da was machen kann mit einer einfach Verhaltensänderung.

00:22:54: also Diejenigen haben jetzt auf der Arbeit einen Bett.

00:22:56: Wir haben tatsächlich hier in der Firma ein Bett stehen, also wir machen das auch selber einfach um es zu testen.

00:23:05: Genau und dass das halt wirklich was bringt... Also ich glaube Physiotherapeutin sind erstmal nicht so begeistert die wollen doch einen eher mal motivieren sich zur Bewegung.

00:23:13: Sie nehmen das perfekt persönlich wenn man sagt leg dich mal hin aber selbst wenn man gerade im guten Moment hat und gerade ein bisschen Energie hat ... dann auch sich hinzulegen halt in diesen festen Intervallenden, dass man das so ein bisschen entkoppelt.

00:23:27: Ja die Kombi macht es, da kann ich auch wieder meine Onkologen zitieren weil wir auch viel mit Insulin und M-Tor und sowas machen.

00:23:35: also nach dem Essen bewegen... Dann kannst dich danach hinlegen!

00:23:39: Also du ist bei mir die Anweisung von meinen Leuten nicht essen und hinlegen sondern essen dann deinen Spaziergang und dann kannst dich gerne hinlegen.

00:23:49: Also diese Reihenfolge dann einzuhalten.

00:23:52: Aber wie gesagt, auch nur einen Zusammenschnitt aus verschiedenen Studien, den man dann so ein bisschen bei mir zusammenpackt.

00:24:00: Ob er da spielt?

00:24:00: Deine denkweise denn ja auch irgendwie mit rein oder eure Erfahrung.

00:24:05: Ja und ich glaube das ist auch wirklich wie so ein Schutzmechanismus sein kann manchmal die Fatigue so ein bißchen ähnlich wie bei einem Fieber Das hat ja auch viel mit dem Immunsystem zu tun, dass dann das Fickballen eigentlich sagt so hey du bist jetzt gerade krank.

00:24:18: Du brauchst eine Pause.

00:24:20: Du musst dich ausruhen.

00:24:21: Genau aber hier ist das Ausruhen genauso wichtig wie die Betätigung und das ist halt so ein bisschen manchmal kontraintuitiv.

00:24:28: Ja genau.

00:24:29: Ist

00:24:31: also schon die Waage halt ne?

00:24:33: Und da ist vielleicht ganz gut, dass man so einen Fatigue Tagebuch hat oder... eine App oder was auch immer, dass man fühlt.

00:24:41: Dass man sich selber aus so ein bisschen seine eigene Wahrnehmung mit der wirklichen Realität ein bisschen überreinbringen kann.

00:24:49: Also wenn ich dann manchmal denke ich abends ja also jetzt geht gar nichts mehr.

00:24:54: Ich bin so platt dabei habe ich heute doch gar nichts gemacht und dann gucke ich drauf auf meinen Terminkalender.

00:25:00: Ja nee, am Morgen schon zum Zahnarzt.

00:25:02: Dann war ich mit Simon podcast.

00:25:04: Dann waren noch dies und die Besprechungen war doch ganz schön voll der Tag, also obwohl man eigentlich dachte ja heute hat gar nichts gemacht aber wie auch schon in den letzten Folgen war.

00:25:15: Auch so ein Arztbesuch das kann... was hatte Sabrina noch gesagt?

00:25:18: Vier Löffel sein oder so?

00:25:20: Ja!

00:25:21: Ziemlich hohe Zahl also vier von zwölf.

00:25:24: Also hast du eigentlich schon dreiunddreißig Prozent deines Tagespansum mit dem Arzt-Besuch weg von deinem Energielevel.

00:25:30: Ich denke dir sowas funktioniert.

00:25:32: eurer App hier auch mit dieser Wase.

00:25:34: Das ist glaube ich euer ... Löffelprinzip, also euer Energiemanagement.

00:25:39: Hast du noch irgendwas Cooles wo du sagst das war eine gute Idee?

00:25:43: Das ist auch mit in der Erb drinne?

00:25:45: Ja ich glaube das was du eben gesagt hast.

00:25:47: also ob man jetzt Löffeln nimmt und sieht okay da sind keine Löffle mehr da wenn ich den Tag so gestalte oder ob man die Vase nimmt dann sieht man ok da ist kein Wasser mehr drin meine Energievase ist leer... ...oder ne Flasche Wasser.

00:26:00: Ich glaube das Wichtige ist sich bewusst zu machen Okay, was gibt mehr Energie?

00:26:05: Was entzieht mehr Energie?

00:26:06: und wie viel Energie habe ich im Laufe meines Tages.

00:26:08: Genau dass man das besser lernt einzuschätzen.

00:26:11: Dann kann es auch erst mal sein wenn man die Fatigue ein bisschen mehr wahrnimmt, dass man dann noch erstmal ein bisschen erschöpfter ist aber dass man da vor allem auch sieht, wenn man so die eine oder andere Übung macht, wie sich das dann auf den eigenen Energiehaushalt auswirkt.

00:26:23: Und das ist dann, was wir dann auch den Betroffenen wieder zurückzeigen, in dem wir quasi jede Woche so ne Messung machen über Fragen also eins zwei drei Fragen Wie erschöpft sind sie?

00:26:35: Wiesofrieden sind

00:26:35: Sie?".

00:26:37: Und dann kann man das quasi im Zeitverlauf sehen und sieht dann, okay, wohin geht es jetzt.

00:26:41: Was mache ich jetzt?

00:26:42: Wie hängt das damit meiner Fatigue zusammen?

00:26:45: Diese Übung, die ich mache auf was gebracht?

00:26:47: oder mache ich wieder zu viel... Und

00:26:52: das war, fand ich auch.

00:26:53: Also wir haben die App zusammen in... Das ist jetzt oft wieder Englisch co-creation.

00:26:56: also wir haben wirklich Betroffene eingeladen bei uns hier ins Office im Yutrecht in den Niederlanden und haben das mit zusammen mit betroffenen Wissenschaftlern und Klinikern zusammen erarbeitet.

00:27:06: Und eine Sache, dass sagen unsere Betroffenen immer wieder, dass sie Apps, sie auch unterstützt Pausen zu machen.

00:27:12: Und das ist halt so, dass man nicht denkt okay, dass es jetzt hier ein gigantisches Programm was sich absolvieren muss mit so und so viel Unterpunkten und Unterschritten sondern Es ist wirklich das Ziel im eigenen Tempo, du selbst bist der Chef sozusagen.

00:27:25: Du sagst wo die Reisen geht?

00:27:26: Du suchst dir selber die Themen aus, die gerade für dich am wichtigsten sind und wenn ihr dann ein paar übergemacht hast reicht es aber auch.

00:27:34: also musst ich jetzt nicht übermäßig reinhängen.

00:27:37: wir haben uns das auch mal angeschaut.

00:27:38: ob man die App jetzt mittelfiel oder viel benutzt macht eigentlich gar keinen Unterschied solange man sie nicht wenig benutzt ... soll sie benutzen, aber man muss jetzt nicht jeden Tag ... ... stunden und stunden damit arbeiten.

00:27:49: Sondern man muss einfach auf sich selber hören.

00:27:51: Ich glaube das ist ganz wichtig.

00:27:53: Ja.

00:27:55: Wichtig dass du schon noch mal sagst also es wird kein Pamela Rife ... ... Hausdauerprogramm mit tausend Übungen oder so sondern ... ... es ist alles sehr human.

00:28:04: Du sagst ja seit fünf Jahren ist das eher so am Starten?

00:28:08: Wenn du jetzt noch mal so fünf Jahre weiter siehst, welche digitalen Möglichkeiten siehst du noch die irgendwie kreispazierenden Alltag irgendwie wahrscheinlich selbstverständlich nutzen würden oder werden in Zukunft.

00:28:22: Ist das nur was gegen Fatigue?

00:28:23: Oder hast du auch noch von anderen Digas gehört wie ich habe mal eine Art Medikamentmanagement oder Du bist ja mitten in dieser digitalen Welt zu Hause.

00:28:35: Hast du da Einblicke, was so kommt?

00:28:38: Also es ist natürlich ganz viele spannende Innovationen, die da auf uns zukommen.

00:28:42: Aber was ich eigentlich am interessantesten finde... ...das geht ja oftmals.

00:28:47: der Onkologe kümmert sich dann ums wie man mit den Medikamenten zurecht kommt aber oftmals das Nebenwirkungsmanagement.

00:28:55: Ich glaube dass ist ganz wichtig weil wir wissen das bei den Fatigbetroffenen irgendwie... ...achtzig oder neunzig Prozent in den ersten zwei Jahren oder bis zu zehn Jahre nach der Krebstherapie sind irgendwie immer noch ... dreißig Prozent betroffen.

00:29:09: Und das ist enorm viel.

00:29:11: und zum Beispiel wir wissen bis jetzt, also da wird auch ewig dran geforscht aber bis jetzt gibt es keine Wunderpille bei der Fatigue... ...und deswegen glaube ich, dass genau das es da weitere Möglichkeiten gibt oder aufkommen werden die man besser damit zurechtkommt,... ...und dass sich da noch einiges tun wird.

00:29:28: Aber ich glaube nicht, dass es eine Wunderpelle geben wird leider.

00:29:31: Das wäre natürlich sehr gut!

00:29:34: was sich da alles tut zum Beispiel mit den ADCs, dass man jetzt so diesen Adjuvant Drug Conjugates, das man weniger auf Chemotherapien setzt.

00:29:40: Das ist natürlich gut aber oftmals sind dann halt immer noch die Nebenwirkungen erhalten bleiben und deswegen da es dann halt eine oder Nummer einste Nebenwirkung halt oftmals noch fatig.

00:29:50: Okay also siehst weiterhin eigentlich nur so fatig als digitalen, also dass dort digitale Helfer mehr kommen, aber ansonsten kein anderes Themen fällt.

00:29:58: Also alles andere bleibt von Arzt zu Arzt.

00:30:03: Also ich glaube, dass die Patienten... also das ist ganz wichtig ist, dass man den Patienten ein Wort oder diese Mündigkeit der Patienten, dass sie halt ihre Bedürfnisse, dass Sie noch besser zu Wort kommen.

00:30:14: Das ist ganz richtig!

00:30:16: Dass denke ich auch, dass da viel mit digitalen Innovationen noch unterstützt werden kann.

00:30:21: Genau weil ich glaube die ganze... Da könnte man vielleicht nochmal eine eigene Podcast-Folge machen ... wie die Rolle des Arztes der Ärztin ist, gerade im Bereich mit KI.

00:30:29: Weil die Patienten jetzt auch viel besser informiert sind,... ... sich Informationen ziehen können.

00:30:34: Früher war das ja alles mit Dr.

00:30:35: Google sehr abenteuerlich... ...jetzt sind sie zum Beispiel relativ gut informiert.

00:30:40: aber so wie es sich zu... ...das ganze Patientenerzden-Arztverhältnissen entwickeln wird und aber natürlich Vorsorge, Nachsorge, das sind alle so Bereiche wo man merkt gerade in unserem Gesundheitssystem und dass da noch sehr viel bedarf ist und wo auch die Innovationen natürlich auch sehen können, wie sie unterstützen können.

00:30:58: Ja aber ich weiß zum Beispiel von einem, ich glaube der heißt Dr.

00:31:01: Brinker vom Heidelberg habe ich den mal über seine Geschichte was gehört als ich da in Behandlung war.

00:31:07: und er bringt eine App raus die Hautgrill Vorsorge macht oder hat darüber eine Studie gemacht.

00:31:13: also das... Das hatte ich zum Beispiel mal gehört, dass man dahin geht.

00:31:17: Also die Kamera ist ja so hoch auflösen werden von den Handys... ...dass man tatsächlich Ferndiagnose oder die KI da schon macht.

00:31:25: Habe ich aber auch noch nix gehört, das es rausgekommen ist und... Aber ich denke schon, dass diese Digas mehr werden.

00:31:33: also das glaube ich auf jeden Fall schon.

00:31:35: Genau das sind dann eher dann die Zulassungsrahmen-Bedingungen oder die ganze Regulatorik dahinter an als Medizinprodukt zugelassen zu werden.

00:31:44: dauert dann immer seine Zeit.

00:31:45: Aber ich glaube schon, dass es dann wirklich einen echten Mehrwert für die Betroffenen bedeutet weil sie halt eben von zu Hause schon mal loslegen können und nicht abwarten müssen oder in den Loch fallen bei solchen, in Anführungszeichen Versorgungslücken das da enorm viel noch Spielraum ist, dass man wirklich die Betroffene mitnimmt und ihnen eine Angebotschaft, dass sie sich damit nicht abfinden müssen ja und nicht alleine

00:32:10: rund.

00:32:10: Besonders weil die Verschreibung auch durch ein Hausarzt passieren kann.

00:32:13: Das ist ja vielleicht dann die kürzeste oder der short way, die Abkürzung.

00:32:18: Vielleicht so als Abschlussfrage Simon bevor ich dich nochmal frage was du so noch auf dem Herzen hast wenn Du einen Menschen mit Fatigue heute einen einzigen Rat geben wirst.

00:32:26: also oder abhängig von Technik oder Apps hat sie geteilt Lösung welcher wäre das?

00:32:32: Ich glaube auch wieder also du bist nicht allein weil so viele glauben dass... Also die wissen gar nicht wie man die Fatigue benennt wie man das die Fatique Die denken, die müssen vielleicht sich mit der Fatigue zufrieden stellen oder das ist einfach... Das gehört dazu.

00:32:49: Also dass es normal ist ja aber, dass man sich nicht dafür abfinden kann.

00:32:54: Dass es jetzt komplett weggeht, dass wäre auch gelogen.

00:32:57: Also das wäre auch nicht wahr.

00:32:59: Aber dass man doch besser damit umgehen kann und dass man wieder am Leben teilhaben kann also Lebensqualität zurückgewinnen kann.

00:33:07: Ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:33:08: Das wäre so die Hauptmessage, die ich mitgeben würde.

00:33:13: Genau das man da hoffen darf nun, dass es einem wieder besser wird.

00:33:17: Ich finde Simon du bist nicht allein ist wirklich ein schöner Schlosser.

00:33:21: zu einer dreiteiligen Serie über Fatigue.

00:33:24: und ja wie angekündigt habe ich immer vergessen Simon hast Du irgendwas noch von Herzen was was ich nicht gefragt hab was Du nicht gesagt hast?

00:33:31: Ja vielleicht noch ein zwei Punkte also das was Du eben angesprochen hast.

00:33:34: natürlich ist es eine App aber am Ende sind da echte Leute dahinter.

00:33:37: Also wir haben hier ein kleines feines Team in den Niederlanden mit Psycho, Enkologen und Ärzten usw.

00:33:44: die dann halt hinter hinter stehen aber kann natürlich auch immer mit dem Support sprechen falls man eine Frage hat.

00:33:50: und dadurch dass man eben keine in Anführungszeichen persönliche Komponente hat haben wir uns auch noch überlegt das wir auch positive Psychologie mit in die App mit einbringen und zwar mit der Rolle der Tipps und Tipps.

00:34:02: das ist dann Tipp des Tages.

00:34:03: da kommen jeden Tag Ein neuer Tipp hinzu, sodass man auch nicht schaut immer wo sind denn die ganzen Schwierigkeiten?

00:34:08: Wo sind vielleicht falsche Denkmuster oder wo läuft gerade was schief.

00:34:12: Sondern dass man auch schaut, wo sind dann die ganzen positiven Sachen in einem selber und schauen wie man die stärken kann.

00:34:18: also das finde ich auch nochmal wichtig zu betonen weil so aufguckt man ja was man alles falsch macht oder wo man noch alles besser machen kann.

00:34:24: aber dass Man auch schaut Ja was sind denn eigentlich so die sachen die man gut macht und dass man das auch dann selber anerkennt

00:34:31: Ja, finde ich schön.

00:34:32: Finde ich eine schöne Idee weil es ja oft so ist so... ...ja ich hab das noch nicht gemacht, ich habe dies auch nicht gemacht und dann sieht man tatsächlich nicht wie ich eben auch schon mit meinem Terminkalender.

00:34:41: du siehst gar nicht mehr was du alles gemacht geschafft und äh ja bei dem Thema Ernährung hier auch immer ne?

00:34:48: Ich sollte das ersetzen mit dem und das um den und da sieht man denn oft nicht aber ich mach doch schon so viel.

00:34:54: ne also ich lasche schon so viele Sachen weg und tun mir soviel Gutes.

00:35:00: Man sollte mehr das positive sehen.

00:35:02: Siehst du?

00:35:03: Noch ein schöner Abschluss als Simon.

00:35:05: Ja, und einen raus nach dem anderen.

00:35:07: Einer nach dem andern!

00:35:09: Ja, Simon vielen Dank.

00:35:11: Ich glaube wir haben bisschen näher gelernt über digitale Gesundheitsanwendung.

00:35:15: ich glaube nach dieser Folge wissen jedenfalls die Leute draußen was es ist Und da kann man natürlich auch... gezielt jetzt nach googeln weil es gibt so viele digitale gesundheitsanwendung da also in vielen verschiedenen themenbereichen auch dass ich da mal Ich glaube für die meisten der schritt lohnt zum hausarzt, weil also ich habe noch niemanden In meinem freundlichsten bekannten kreis gehabt.

00:35:40: Der vom haus arzt eine diga angeboten bekommen hat.

00:35:43: also ich glaube das ist wieder so einer Ja so ne aufgabe die uns patienten obliegt.

00:35:50: Da müssen wir wieder losgehen, wie ich immer sage an Steuern oder auf dem Fahrersitz.

00:35:55: Und dann los und uns das Rezept besorgen.

00:35:58: Das hilft ja nichts sagt man im Norden so.

00:36:01: Ich glaube es ist wirklich viele, viele Ärzte.

00:36:05: Die haben das noch nicht so offen schirm.

00:36:06: Deswegen seid ihr gefragt als Betroffener da... ... das nachzufragen bei den Ärzten, weil wir versuchen da als Hersteller auch zu informieren.

00:36:15: Zum Beispiel auf Kongressen oder mit unseren Studien.

00:36:18: aber natürlich wenn es von den Betroffenen kommt genau dass ist dann noch mal besser... ...weil das einfach viele Ärzte und der Behandler halt nicht so auf dem Schirm haben,... ...dass es da was Neues gibt, was man machen kann.

00:36:28: Weil es halt viele Jahre gerade in diesen Bereichen wo es Versorgungslücken gab, dann halt oftmals nichts gab.

00:36:34: nun und was man anbieten konnte.

00:36:36: Ja oder sie kriegen zwanzig Flyer auf ein Tisch?

00:36:40: Ja, das ist ja auch immer.

00:36:41: Die haben ja auch keine Zeit und da müssen wir halt dann mal eben einspringen.

00:36:47: Und das Rezept ist denn auch schnell geschrieben?

00:36:49: Das stimmt.

00:36:52: Sehr gut Simon!

00:36:52: Vielen Dank!

00:36:53: Wir begegnen uns eh wieder auf anderen Messen oder Kongressen.

00:36:58: Ich danke dir für deine Zeit Simon!

00:37:00: Sehr

00:37:00: gerne!

00:37:01: Vielen dank!

00:37:01: Bis bald, ciao!

00:37:02: Tschüss.

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